Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband für kulturelle Bildung in Deutschland, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BFSFJ). Die BKJ und ihre bundesweit über 50 schulischen und außerschulischen Institutionen, Fachverbände und Landesdachorganisationen der Kulturellen Bildung setzen sich ein für ein umfangreiches und vielfältiges Angebot Kultureller Bildung in der Jugendarbeit, in Kultureinrichtungen, Schulen, Kindertagesstätten. Die AkteurInnen für kulturelle Teilhabe und Inklusion, für freiwilliges Engagement, für erfolgreiche Bildungslandschaften und internationalen Austausch.

Ziel ist die Weiterentwicklung und Förderung der Kulturellen Bildung: gesellschaftlich sensibel, nachhaltig, zugänglich, lebenslang.

Auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention sowie des &1 SGB VIII übernimmt die BKJ Verantwortung für das Wohlergehen, den Schutz und die Realisierung der Rechte junger Menschen. Sie setzen sich aktiv und präventiv für den Schutz des Kindeswohls ein und agieren gegen sexualisierte, physische und psychische Gewalt, Misshandlung, Verwahrlosung gegen/von Kindern und Jugendlichen vor.

Das BKJ-Programm „Start2Act“ wird von der EU gefördert. Es ermöglicht Trägern und Vereinen der Kulturellen Bildung in DE Präventionsprojekte durchzuführen, um sichere Orte zu werden, in denen Kinder und Jugendliche umfassend vor (sexualisierter) Gewalt geschützt sind.

Im Programm „Start2Act“ werden 3x Projekttypen gefördert

1. Impulsprojekte (Förderung: 2.000 €, keine Eigenmittel erforderlich!)

Sie bieten neue und niedrigschwellige Auseinandersetzungen mit dem Thema Kinderschutz und Prävention.

Angebotsformate: Präventionsprojekte mit Kindern mit Methoden Kultureller Bildung und/oder Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema sexualisierte Gewalt mit Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, Honorarkräften und/oder ggf. Eltern.

Förderfähige Ausgaben: Sachkosten, Honorarkosten.

Laufzeit: Individuell. Start frühestens 6 Wochen nach Antragstellung, Abschluss spätestens zum 31.12.2024.

2. Expertiseprojekte (Förderung: 8.000 €, keine Eigenmittel erforderlich!)

Sie ermöglichen eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen Kinderschutz und Prävention. Sie bieten einen größeren Projektumfang, eine längere Laufzeit und mehr Teilnehmende. Dabei muss mit einer Beratungsstelle oder einer im Thema ausgebildeten Fachkraft kooperiert werden.

Angebotsformate: Präventionsprojekte mit Kindern mit Methoden Kultureller Bildung und/oder Qualifizierungen und Entwicklung von Maßnahmen zum Thema sexualisierte Gewalt für Ehrenamtliche, Hauptamtliche, Honorarkräfte und/oder ggf. Eltern.

Förderfähige Ausgaben: Sachkosten, Honorarkosten, 7% Verwaltungskosten, evtl. zusätzliche Personalkosten zur Personalaufstockung

Projektlaufzeit: Individuell. Start frühestens 01.07.2024, Abschluss spätestens 31.12.2024.

3. Entwicklungsprojekte (Förderung: 20.000 €, keine Eigenmittel erforderlich!!!)

Im Entwicklungsprojekt soll ein Schutzkonzept mit allen Beteiligten des Vereins entwickelt werden. Dabei sollen alle Entwicklungsschritte eines Schutzkonzeptes durchlaufen werden:

  • Risikoanalyse,
  • Evaluation,
  • Entwicklung Leitbild,
  • Entwicklung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen,
  • Aufarbeitung,
  • Rehabilitation.

Es werden Maßnahmen entwickelt, wie das Schutzkonzept in die Praxis umgesetzt wird in Orientierung an dem Schutzkonzept des Dachverbands für das Handlungsfeld in der Kulturellen Bildung. Es muss mit einer Beratungsstelle oder einer im Thema ausgebildeten Fachkraft kooperiert werden.

Angebotsformate: Entwicklung eines Schutzkonzeptes

Förderfähige Ausgaben: Sachkosten, Honorarkosten, 7% Verwaltungskosten, evtl. zusätzliche Personalkosten zur Personalaufstockung.

Projektlaufzeit: max. 18 Monate, Start ab 01.10.2024

Antragsberechtigte:

Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten Rechts (z. B. eingetragene Vereine, Stiftungen oder gGmbHs), die gemeinnützig sind.

Nicht-eingetragene Vereine, GbRs, natürliche Personen oder öffentlich-rechtliche Rechtspersonen können keinen Antrag stellen. Möglich sind aber z. B. Projekte von gemeinnützigen Fördervereinen zugunsten kommunaler Einrichtungen, die als öffentlich-rechtliche Rechtspersonen nicht antragsberechtigt sind.

Träger und Vereine, die in ländlichen Räumen aktiv sind und/oder stark ehrenamtlich geprägt sind, werden besonders berücksichtigt.

Antragssteller können sich über die Laufzeit des Förderprogramms (2024−2026) mehrmals bewerben, aber dürfen insgesamt nicht über max. 60.000 Euro Fördersumme kommen.

Teilnehmende:

Kinder und Jugendliche

Junge Menschen bis 18 Jahren sind die Hauptzielgruppen der Projekte. Sie müssen von den durchgeführten Projekten mittelbar oder unmittelbar profitieren. Das Ziel der Projekte muss sein, dass die Träger und Vereine der Kultureller Bildung sichere Orte sind. Junge Menschen von 18 bis 27 Jahren können ebenfalls an den Projekten teilnehmen oder von diesen profitieren, jedoch nur, wenn auch maßgeblich Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren teilnehmen und/oder davon profitieren.

Projekte werden besonders berücksichtigt, die sich explizit an Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche mit (familiärer) Migrations-/Fluchtgeschichte oder an queere Kinder und Jugendliche richten.

Erwachsene

Für die sicheren Orte müssen erwachsene Menschen sorgen, deshalb können auch Projekte mit Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen, Honorarkräften und/oder Eltern durchgeführt werden. Hierbei ist im Antrag schlüssig darzustellen, welche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche zu erwarten sind.

Antragsdokumente:

Kontakt und Beratung:

Anna Müller
Finanzen, Infrastruktur und Personal 

Telefonnummer:
+49 30 – 48 48 60 69

E-Mail-Adresse:
mueller@bkj.de

Annina Hessel
Finanzen, Infrastruktur und Personal 

Telefonnummer:
+49 30 – 48 48 60 64

E-Mail-Adresse:
hessel@bkj.de