Mit diesem Aufruf im EU-Programm „Creative Europe“, Bereich Kultur, werden Projekte von Kultureinrichtungen – im Rahmen dieses Calls von Orchestern – unterstützt. Das Ziel der Projekte ist es, jungen Musikern mit großem Potenzial Ausbildungs-, Berufsentwicklungs- und Auftrittsmöglichkeiten zu bieten.

Die spezifischen Ziele dieser Aktion sind folgende:

• die Professionalisierung junger Musiker unterstützen und ihnen durch Rekrutierung, Ausbildung sowie Tour- und Auftrittsmöglichkeiten bessere Chancen für eine anspruchsvolle Karriereentwicklung bieten;

• die künstlerische Exzellenz junger Orchesteraufführungen fördern;

• die Aktivitäten von Organisationen und Künstlern unterstützen, die als Veranstalter und Botschafter der Werte der EU fungieren.

Projekte müssen sich mit den Querschnittsthemen Inklusion und Vielfalt, insbesondere der Ausgewogenheit der Geschlechter, und der Ökologisierung des Kreativen Europas befassen.

Projekte müssen auch die folgenden spezifischen Prioritäten berücksichtigen:

1. Künstler und Kulturschaffende: Stärkung der kulturellen und kreativen Sektoren.

Im aktuellen Kontext ist die Notwendigkeit, faire, integrative und vielfältige Rahmenbedingungen zur Unterstützung aufstrebender Künstlerkarrieren sowie von Kultur- und Kreativschaffenden zu fördern, von entscheidender strategischer und nachhaltiger Bedeutung. Die Projektvorschläge sollen wirksame Möglichkeiten zur Gewährleistung und Förderung besserer Arbeitsbedingungen und einer gerechteren Entlohnung umfassen,

Entwicklung und lebenslanges Lernen sowie künstlerische Freiheit. Zu diesem Zweck wird den Bewerbern dringend empfohlen, sich vom Bericht „Status und Arbeitsbedingungen von Künstlern sowie Kultur- und Kreativschaffenden“‚ inspirieren zu lassen.

2. Kultur für die Menschen: Stärkung der kulturellen Teilhabe und der Rolle der Kultur in der Gesellschaft.

Mit dieser Priorität sollen Bewerber konkrete Aktivitäten zum Aufbau der Kapazitäten junger Musikprofis vorschlagen, die auf die Entwicklung ihrer künstlerischen und ganz allgemein beruflichen Fähigkeiten sowie auf die Einbindung und Entwicklung des Publikums abzielen und so zur Förderung von Staatsbürgerschaft, Werten und Demokratie beitragen. Vorschläge, die sich mit dieser Priorität befassen, sollen auch die positiven Aspekte der Kultur berücksichtigen für Gesundheit und Wohlbefinden, insbesondere psychische Gesundheit.

3. Kultur für ko-kreative Partnerschaften: Stärkung der kulturellen Dimension der EU-Außenbeziehungen.

Im Rahmen dieser Priorität sollen Bewerber konkrete Aktivitäten vorschlagen, um Orchester und junge europäische Talente in die Lage zu versetzen, außerhalb der EU-Grenzen, innerhalb und außerhalb der teilnehmenden Länder von Creative Europe (mehr) aktiv zu sein und zur Förderung internationaler Kulturbeziehungen beizutragen.

Diese Aktivitäten sollen dazu beitragen, die Rolle europaweiter Kultureinrichtungen als Förderer und Botschafter der Werte der Europäischen Union weiterzuentwickeln und zu festigen.

4. Kultur für den digitalen Wandel: Unterstützung des europäischen Kultur- und Kreativsektors dabei, die Vorteile neuer Technologien voll auszuschöpfen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Vorschläge können auch dazu beitragen, die Kapazitäten der Orchester und der jungen Musikprofis auszubauen, um die oben genannten Chancen und Veränderungen, die durch die digitale Transformation entstehen, kritisch und kreativ zu nutzen, unter anderem auf der Grundlage der digitalen Strategie der EU, die darauf abzielt, diese Transformation zum Funktionieren zu bringen für den Kulturbereich und für die Menschen.

Vorschläge sollten eine vollständige Bedarfsanalyse enthalten und zeigen, wie die oben genannten Prioritäten und Querschnittsthemen angegangen werden. 

Förderfähige Aktivitäten:

Vorschläge sollten geeignete Aktivitäten umfassen, um die Ziele des Aufrufs zu erreichen und die Themen, Prioritäten und Querschnittsthemen effektiv anzugehen. Sie sollten außerdem eine fundierte Strategie und konkrete Details zur Entwicklung und Umsetzung solcher Aktivitäten vorlegen:

• eine angemessene Mischung aus Ausbildung, Mentoring-Programmen und Lehrlingsausbildung sowie Aktivitäten oder Ratschläge für Musikprofis;

• eine angemessene Mischung aus Workshops, Veranstaltungen, Konzerten, Austausch, Koproduktionen, Online- und Offline-Aktivitäten mit dem Ziel, die Welt des Orchesters für ein vielfältiges und insbesondere junges Publikum zu erschließen.

Erwartete Ergebnisse:

• die Karrieren junger Musiker entwickeln, die Staatsangehörige/Einwohner von mindestens 20 Ländern sein müssen, die am Programm „Kreatives Europa“ teilnehmen.

• die Vielfalt der Kultur und der europäischen Musikgenres widerspiegeln.

• Förderung der Teilnahme und des Zugangs eines neuen und jungen Publikums zur Kultur, indem es ihnen ermöglicht wird, Orchestermusik aus erster Hand zu erleben und dabei sowohl an traditionellen als auch innovativen Formaten zu arbeiten, zwischen künstlerischer Exzellenz und sozialem Engagement.

Schließlich sollen diese Projekte dazu beitragen, Aktivitäten zu entwickeln, um die Rolle von Orchestern und Künstlern als Förderer und Botschafter der Werte der Europäischen Union zu festigen. 

Mögliche Antragsteller:

Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller:

− juristische Personen sein (öffentliche oder private Körperschaften)

− in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d. h.:

− in einem der am Programm Kreatives Europa teilnehmenden Länder ansässig sein und sich direkt oder indirekt, ganz oder durch Mehrheitsbeteiligung im Besitz von Staatsangehörigen dieser Länder befinden. Wenn ein Unternehmen börsennotiert ist, bestimmt grundsätzlich der Standort der Börse seine Nationalität.

Andere Unternehmen können andere Rollen im Konsortium übernehmen, beispielsweise als assoziierte Partner, Unterauftragnehmer, Dritte, die Sachleistungen leisten usw.

Kontakt und Beratung

Creative Europe Desk KULTUR

Haus der Kultur – c/o Kulturpolitische Gesellschaft e.V.
Weberstr. 59a
D – 53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228 – 201 67-10