Der Lorenzo Natali Media Prizewurde 1992 ins Leben gerufen, um herausragende Leistungen in der Berichterstattung über Fragen der nachhaltigen Entwicklung anzuerkennen und zu würdigen. Der Preis gibt auch denjenigen eine Stimme, deren wichtige Botschaft oft übersehen oder ignoriert wird. Er wurde von der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Internationale Kooperation und Entwicklung ins Leben gerufen und nach Lorenzo Natali benannt, einem engagierten Vorkämpfer der europäischen Entwicklungspolitik.

Der vor 28 Jahren von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Lorenzo Natali-Medienpreis wird in Erinnerung an Lorenzo Natali verliehen, einen ehemaligen Kommissar für Entwicklung und überzeugten Verfechter der Meinungsfreiheit, der Demokratie, der Menschenrechte und der Entwicklung. Er diente drei Amtszeiten als einer der europäischen EU-Kommissare.

Natali spielte eine wichtige Rolle im EU-Beitrittsprozess von Griechenland, Spanien und Portugal. Er half auch dabei, wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung der Umweltver-schmutzung und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ganz Europa zu ergreifen. In seiner letzten vierjährigen Amtszeit als Kommissar von 1985 bis 1989 wurde ihm unter Präsident Jacques Delors die Verantwortung für die Zusammenarbeit und Entwicklungs-politik in der Kommission übertragen. In dieser Funktion baute er ein breites Netzwerk von Beziehungen zu den Regierungen und Führern der afrikanischen, karibischen und pazifischen Länder (AKP) auf.

Thema des Preises 2020

Das übergeordnete Thema des Lorenzo Natali Media Prize ist Journalismus für nachhaltige Entwicklung. Die Beiträge zum diesjährigen Wettbewerb sollten sich auf internationale Partnerschaftsthemen, wie die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit, Menschenrechte, Demokratie, Jugend, Gleichstellung der Geschlechter, Umwelt und Klimawandel, Gesundheit, Technologie und Digital  usw. beziehen, sind jedoch nicht darauf beschränkt.

Nachhaltige Entwicklungsziele – Sustainable Development Goals (SDG)

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) wurden 2015 von der internationalen Gemeinschaft im Rahmen der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgelegt, durch die sich Länder der Welt gemeinsam dazu verpflichtet haben, die Armut zu beseitigen, nachhaltige und integrative Entwicklungslösungen zu finden, die Menschenrechte aller zu gewährleisten und im Allgemeinen sicherzustellen, dass bis 2030 niemand zurückgelassen wird.

Die EU hat einen positiven und konstruktiven Beitrag zur Entwicklung der Agenda 2030 geleistet. Sie verpflichtet sich, die SDGs in allen EU-Politiken umzusetzen und die EU-Länder dazu zu ermutigen, dasselbe zu tun.Es wurden 17 SDGs mit 169 zugehörigen Zielen definiert, die bis 2030 erreicht werden sollen. Sie befassen sich mit den globalen Herausforderungen der Welt und gehen alle Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung auf ausgewogene und integrierte Weise an.

Antragstellung

Bewerbungen sind zwischen dem 10. Februar und dem 15. März 2020 um 23:59 Uhr MEZ möglich. 

Die Antragsteller müssen beim Ausfüllen des Antragsformulars eine dieser Kategorien auswählen. Der Preis steht Journalisten in den folgenden drei Kategorien offen:

  1. Hauptpreis: Berichterstattung, die von Medien in einem der Partnerländer der Europäischen Union über Entwicklung und Zusammenarbeit veröffentlicht wurde.
  2. Europa-Preis: Berichterstattung, veröffentlicht von Medien mit Sitz in der Europäischen Union *.
  3. Bester Preis für aufstrebende Journalisten: Offen für Journalisten unter 30 Jahren, deren Berichterstattung von Medien mit Sitz in der Europäischen Union * oder in einem ihrer Partnerländer zu Entwicklung und Zusammenarbeit veröffentlicht wurde.

* Für den Lorenzo Natali-Medienpreis 2020 sind Beiträge berechtigt, die in einer britischen Verkaufsstelle veröffentlicht wurden, wenn sie zwischen dem 10. März 2019 und dem 31. Januar 2020 veröffentlicht werden.

Vor der Bewerbung bitte die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzerklärung lesen.

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