Das ESF-Plus Bundesprogramm „EhAP Plus − Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen“ soll dem besonderen individuellen Bedarf an Hilfe und Unterstützung der am stärksten benachteiligten Personen gerecht werden, die besonders von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind. 

Zur Zielgruppe des Programms gehören: 

– besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürgerinnen und -bürger und deren Kinder unter 18 Jahren sowie Angehörige von Minderheiten (unter anderem marginalisierte Gemeinschaften wie etwa Roma); 

– wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen und deren Kinder unter 18 Jahren.

Desweiteren können auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von öffentlichen Verwaltungen, Einrichtungen der regulären Hilfesysteme und Träger der sozialen Arbeit zu den Lebenslagen der Zielgruppen und zu den Themen Antiziganismus und Antidiskriminierung geschult und sensibilisiert werden, um den beiden Zielgruppen den Zugang in reguläre Hilfsangebote zu erleichtern.

Ziel der Förderung ist es, die akute Lebenssituation und die soziale Eingliederung der am stärksten benachteiligten Personen, die besonders von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, durch die Inanspruchnahme von lokal und/oder regional vorhandenen Hilfsangeboten sowohl im städtischen als auch im ländlichen Raum zu verbessern.

Die Förderung leistet einen wichtigen ressortübergreifenden Beitrag zur Armutsbekämpfung und Antidiskriminierung sowie zur Milderung von sozialen Problemen vor Ort. Darüber hinaus wird ein Beitrag zu einer integrierten, sozialen Stadtentwicklung und zur Entwicklung des ländlichen Raums geleistet.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Es werden Projekte in 3 Einzelzielen gefördert: 

Einzelziel 1: Ansprache, (Verweis-)Beratung und Begleitung von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgerinnen und -bürgern und deren Kindern unter 18 Jahren sowie Angehörige von Minderheiten (unter anderem marginalisierte Gemeinschaften wie etwa Roma) zu weiterführenden Hilfsangeboten. 

Einzelziel 2: Ansprache, (Verweis-)Beratung und Begleitung von wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen und deren Kindern unter 18 Jahren zu weiterführenden Hilfsangeboten. 

Einzelziel 3: Sensibilisierung und (interkulturelle) Schulung insbesondere von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern öffentlicher Verwaltungen, Einrichtungen des regulären Hilfesystems sowie Trägern der sozialen Arbeit vor Ort bezogen auf die Lebenslagen und Bedürfnisse der Zielgruppen sowie zu den Themen Antiziganismus und Antidiskriminierung. 

Vorhaben müssen entweder allein auf das Einzelziel 1 oder Einzelziel 2 oder auf beide Einzelziele 1 und 2 ausgerichtet sein. Sie können durch Aktivitäten im Einzelziel 3 ergänzt werden.

Antragsberechtigte:

Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle juristischen Personen des privaten und öffentlichen Rechts sowie rechtsfähige Personengesellschaften, zum Beispiel: 

  • Kommunen,
  • Träger der freien Wohlfahrtspflege sowie 
  • sonstige gemeinnützige Träger, 
  • Forschungsinstitute, 
  • Verbände und sonstige Unternehmen. 

Natürliche Personen können keine Zuwendung nach dieser Förderrichtlinie erhalten. 

Vorhabenträger und Teilvorhabenpartner, die bereits in der ersten Förderrunde ausgewählt wurden, können keinen Antrag stellen.

Antragsteller müssen ihre fachlich-inhaltliche sowie administrative Befähigung zur Durchführung eines Vorhabens darlegen und eine zweckentsprechende Verwendung der Zuwendung sicherstellen. 

Gefördert werden antragsberechtigte Projektträger in Kooperationsverbünden (Einzelpro- jekt ohne Weiterleitung von Zuwendungsmitteln an Kooperationspartner) oder Projektverbünden. Bei Projektverbünden ist eine Weiterleitung der Zuwendung an maximal 3 Teilprojekte möglich. 

Die Mindestvoraussetzung für die Bildung von Kooperations- oder Projektverbünden ist die Beteiligung einer Kommune und eines Trägers der Wohlfahrtspflege oder eines sonstigen gemeinnützigen Trägers.

Laufzeit der Vorhaben: frühester Start am 01.12.2024; spätestes Ende am 31.12.2028
Zuschuss-Förderung; EhAP Interventionssatz einheitlich 90% (Aufteilung der Finanzierungsquellen in ESF-Plus-Mittel, nationale Mittel und/oder private nationale Mittel im Finanzplan) + 5% Bundesmittel = 95% gesamt der förderfähigen Gesamtausgaben. 
5% Eigenbeteiligung (z.B. kommunale Mittel, Landesmittel, Stiftungsmittel, Spenden).
Zuwendungsfähige Gesamtausgaben pro Projekt:
Min.: 500.000 €
Max.: 2.500.000 €

Anforderungen zur Interessenbekundung

  • fachliche und administrative Eignung des Antragstellenden
  • Kooperation mit relevanten Vorhabenpartnern
  • Beschreibung der Problemlagen und des Handlungsbedarfs in Bezug auf die Zielgruppe(n)
  • Beschreibung der Zielsetzung und geplanten Umsetzung des Vorhabens, einschließlich Angaben zu
    • konkreten Zielwerten des Vorhabens
    • Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit sowie
    • geplanten Aktivitäten zur Förderung der Verstetigung 
  • Beitrag zur Umsetzung der bereichsübergreifenden Grundsätze
  • Arbeits- und Zeitplan
  • Finanzierungsplan.

Kontakt und Beratung

Bei administrativen Fragen und Fragen zu Förderbedingungen: 

Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
(DRV KBS)
Servicezeiten: Mo-Do: 8-16 Uhr, Fr: 8-15 Uhr
Tel.: 0355 355 486 911

E-Mail: ehap-plus@kbs.de

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Referat EF2
53107 Bonn

E-Mail: EHAP-Plus@bmas.bund.de

Thomas Becker: thomas.becker@bmas.bund.de

Elisabeth van der Linde: elisabeth.vanderlinde@bmas.bund.de