Die Jean-Monnet-Schulungen für Lehrkräfte als ein Aktionsbereich im aktuellen europäischen Bildungsprogramm ERASMUS+ zielen darauf ab, Schulen und Berufsbildungsanbieter bei der Planung, Organisation und Bereitstellung von EU-Inhalten in ihren schulischen und außerschulischen Aktivitäten zu unterstützen. 

Die Hauptziele bestehen in:

  • der Möglichkeit für Schulen und Berufsbildungsanbieter (ISCED 1–4), Wissen über die EU bei ihrem Lehrpersonal aufzubauen;
  • dem Angebot strukturierter Ausbildungsvorschläge zu EU-Themen für Schulen und Berufsbildungsanbieter und der Bereitstellung von Inhalten und Methoden für Lehrkräfte, die auf verschiedenen Stufen unterrichten und einen unterschiedlichen Hintergrund sowie unterschiedliche Erfahrung aufweisen;
  • der Durchführung spezifischer Einzel- oder Gruppenschulungen (modular, aufenthaltsgebunden, gemischt oder online) für Lehrkräfte, die an der EU interessiert sind und bereit sind, EU-Themen in ihre tägliche Arbeit zu integrieren;
  • der Bestärkung von Lehrkräften darin, den EU-Blinkwinkel in ihre tägliche Arbeit zu integrieren.

Hochschuleinrichtungen oder Institute/Zentren für Lehrkräftebildung organisieren im Rahmen dieser Aktion Aktivitäten, die Lehrkräfte an Schulen und Berufsbildungseinrichtungen in die Lage versetzen, neue Kompetenzen zu entwickeln und EU-Themen zu unterrichten und zu erörtern. Ein besseres Verständnis der EU und ihrer Funktionsweise befähigt die Lehrkräfte umfassend zu diesen Aktivitäten.

Bildungseinrichtungen für Lehrkräfte (sowohl für die Erstausbildung als auch für die fortlaufende berufliche Weiterbildung) bauen die internen Kenntnisse und Kompetenzen der Lehrkräfte in Bezug auf die Vermittlung von EU-Themen aus und bereiten sie professionell und kompetent darauf vor, EU-Inhalte wirksam und nachhaltig in ihre Aktivitäten zu integrieren.

Durch Weiterbildungsaktivitäten für Lehrkräfte wird das Bildungspersonal an Schulen und Berufsbildungseinrichtungen (ISCED 1–4) unterstützt.

Deadline für den Antrag auf Förderung bei der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA): 01.02.2024 um 17:00 Uhr MEZ/Brüsseler Zeit

Projektdauer: 36 Monate

Maximale EU-Finanzhilfe pro Projekt: 300.000 € (Festlegung von Pauschbeträgen durch EU auf Basis der Kostenvoranschläge der Antragsteller; max. 80% der Gesamtkosten)

1x Antragsteller pro Projekt.

Antragsteller:

  •  Hochschuleinrichtungen, die eine Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Weiterbildung für Lehrkräfte von Schulen und/oder Berufsbildungseinrichtungen (ISCED 1–4) anbieten und im Besitz einer gültigen Erasmus-Charta für die Hochschulbildung sind oder   
  • Institute/Zentren für Lehrkräftebildung, die eine Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Weiterbildung für Lehrkräfte von Schulen und/oder Berufsbildungseinrichtungen (ISCED 1–4) anbieten.                                                                                        

Antragsteller müssen in einem EU-Mitgliedstaat oder einem mit dem Programm assoziierten Drittland ansässig sein.

Projektplanung:

Lehrkräfte, die in neuen und innovativen Methoden der Vermittlung von EU-Inhalten für Lernende ausgebildet wurden sind, tragen dazu bei, Fakten und Kenntnisse zur Europäischen Union in schulische und außerschulische Aktivitäten zu integrieren.

Ein Institut/Zentrum für Lehrkräftebildung ist eine Einrichtung, die als eine ihrer Haupttätigkeiten die Ausbildung von Lehrkräften anbietet.

Die Aktivitäten im Rahmen der Jean-Monnet-„Schulungen für Lehrkräfte“ sollten die Vorbereitung und Durchführung von Schulungen für Lehrkräfte umfassen. Diese Aktivitäten können in Form von gezielten Kursen und Modulen, einschließlich Fernunterricht (MOOC und/oder gemischte Aktivitäten) erfolgen. Die Schulungen für Lehrkräfte sollten formal sein und durch ein Zertifikat bescheinigt werden.

Zudem sollten die vorgeschlagenen Aktivitäten Unterstützung für die Teilnehmer beinhalten (z. B. Zuschuss zu Reise- und Aufenthaltskosten, Bereitstellung von Handbüchern und anderen speziellen Hilfsmitteln, Befreiung von Gebühren).

Jean-Monnet-„Schulungen für Lehrkräfte“ können eine der folgenden Formen annehmen:

  • Schulung zu Lehrmethoden im Hinblick auf die Behandlung von EU-Fragen
  • Schulung zu EU-Fragen
  • Lernerfahrungen zu EU-Themen, die bereits bestehende Kurse ergänzen (kollaboratives Lernen von Klassen, Co-Teaching)
  • Seminare, Sommer- und Intensivkurse, andere Arten von EU-Erfahrungen unter Einbeziehung anderer Interessenträger

Dies kann wie folgt erreicht werden:

  • Bereitstellung von Ad-hoc-Leitlinien für die Auswahl der Schulung
  • Präsenzschulung, Online-Schulung und/oder gemischtes Format.

Erwartete Ergebnisse:

Quantitativ

  • Anzahl der Begünstigten nach EU-Mitgliedstaat oder mit dem Programm assoziierten Drittland / Region
  • Zahl der Begünstigten der Schulungen für Lehrkräfte nach Land/Region

Qualitativ

Jean-Monnet-„Schulungen für Lehrkräfte“ sollen einen positiven und anhaltenden Effekt sowohl für die Einrichtungen, die eine Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Weiterbildung für Lehrkräfte anbieten, als auch für die Teilnehmenden ihrer Aktivitäten mit sich bringen.

Die Schulungen für Lehrkräfte verbessern die Berufs- und Karrierechancen des Lehrpersonals.

Die im Rahmen der Jean-Monnet-„Schulungen für Lehrkräfte“ unterstützten Aktivitäten sollen folgende Ergebnisse hervorbringen:

  • durch die Aneignung entsprechender Methoden besser für die Vermittlung von EU-Fragen im Unterricht gerüstete Lehrkräfte;
  • verbesserte Fähigkeit zur Vermittlung von EU-Themen im Unterricht;
  • bessere Kenntnis von EU-Themen;
  • erweitertes Angebot an speziellen Schulungen bei Organisationen, die eine Erstausbildung und/oder berufsbegleitende Weiterbildung für Lehrkräfte anbieten.

Kontakt und Beratung EACEA:

https://www.eacea.ec.europa.eu/contacts/general-questions_en

Team Jean Monnet

E-Mail: EAC-JM-SCHOOLS@ec.europa.eu