In den letzten Jahren und Monaten wurde in Bund und Ländern in Deutschland viel diskutiert über Bildung im Allgemeinen, über Bildungsstrukturen, -methoden und –inhalte. Befürworter und Gegner föderaler bzw. zentraler Bildungspolitik stritten und argumentierten umfangreich. Der Nutzen für die Zielgruppen der Schüler, Lehrer, Schulleiter, Schulverwaltungen war nicht unbedingt immer erkennbar.

Davon ziemlich unbeeindruckt entwickelten sich sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Staaten kreative, innovative und spannende grenzüberschreitende Bildungsprojekte dank der finanziellen Unterstützung aus dem europäischen Bildungs- Jugend- und Sportförderprogramm ERASMUS+ (2014-2020). Globale Weltprozesse verlangen die Förderung globaler Kompetenzen bei allen Beteiligten im Bildungsbereich. Mehr als 10 Millionen Menschen haben bisher von ERASMUS+ profitiert.

Sie suchen eine Partnerschule im benachbarten europäischen Ausland?
Sie wollen mit Studenten europäischer Partneruniversitäten innovative Projekte umsetzen?
Sie engagieren sich im sozialen Bereich für Jugendliche und suchen finanzielle Unterstützung für europäische Begegnungen?
Sie sind aktiv in einem Sportverein und wollen mit Vereinen aus anderen EU-Ländern gemeinsame Aktionen planen?

Dann sind Sie bei ERASMUS+ genau richtig!!

In Deutschland sind für die einzelnen Bildungsbereiche unterschiedliche Nationalagenturen zuständig:

Hochschulbildung = NA DAAD

Ziele

Erasmus+ unterstützt die Ziele der europäischen Bildungsagenden, die Modernisierung, Internationalisierung und qualitative Verbesserung des Hochschulbereichs in Europa. Ebenso die Erlangung internationaler Kompetenzen, die die persönliche Entwicklung und Beschäftigungsfähigkeit der Studierenden stärken, die Attraktivität der EU als Studien- und Wissenschaftsstandort steigern und zur nachhaltigen Entwicklung der Hochschulbildung in Drittländern beitragen.

Das Programm soll auch helfen, mehr bildungsbereichsübergreifende Brücken zu schlagen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Bildungssektoren zu intensivieren.

Zielgruppen

Erasmus+ im Hochschulbereich fördert Studierende, Hochschulen, Hochschulpersonal und Partner aus dem nicht akademischen Bereich. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit Schulen, Betrieben, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Jugendverbänden unterstützt.

Schulische Bildung = NA PAD

Ziele

Die wichtigsten Ziele für den Schulbereich sind:

  • die Quote der Schulabbrecher in der EU bis 2020 auf unter 10 Prozent zu senken;
  • die für Arbeitsmarkt und Gesellschaft benötigten Schlüsselkompetenzen zu verbessern;
  • die beruflichen Kompetenzen von Lehrkräften und Schulleitungen zu stärken;
  • die Teilnahme an und die Qualität der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung zu verbessern. 

Zielgruppen 

Erasmus+ im Schulbereich ist offen für alle Organisationen, die Projekte in der Schulbildung und beruflichen Bildung planen. Öffentliche wie private Einrichtungen sowie Unternehmen sind antragsberechtigt.

Berufliche Bildung = NA BIBB

Ziele im Bereich Mobilität

Auslandsaufenthalte in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zum Erwerb internationaler Berufskompetenzen. In der Leitaktion „Lernmobilität für Einzelpersonen“ haben Teilnehmende die Chance, relevante internationale Erfahrungen im Rahmen eines Mobilitätsprojekts zu erwerben.

Zielgruppen

Lernende Personen in nichttertiären, beruflichen Aus- und Weiterbildungsgängen, zum Beispiel:

  • Auszubildende
  • Berufsschüler und –schülerinnen
  • Berufsfachschüler und –schülerinnen
  • Personen in formal geordneten Weiterbildungsgängen nach Landes- oder Bundesrecht (z.B. zum Meister/zur Meisterin, Staatlich Geprüften Techniker/Staatlich Geprüften Technikerin)
  • Absolventinnen und Absolventen der genannten Bildungsgänge bis zwölf Monate nach Abschluss
  • Personen in der Berufsausbildungsvorbereitung, wenn der Bildungsgang auf eine sich anschließende Berufsausbildung angerechnet werden kann.

Dauer des Aufenthalts: zwischen zwei Wochen und zwölf Monaten.

Ziele im Bereich Strategische Partnerschaften

Transfer, Entwicklung und/oder Umsetzung von Innovation und bewährten Verfahren in EU-Projekten. Diese können auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer oder Organisationsebene in der beruflichen Bildung stattfinden.

Das Projekt kann sektoral sein – d.h. innerhalb des Sektors berufliche Bildung – als auch sektorübergreifend – d.h. zwei oder mehrere Sektoren (z.B. berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Hochschule, Schule, Jugend) betreffend.

Zielgruppen

  • Unternehmen
  • Kammern
  • Sozialpartner
  • Berufsbildungseinrichtungen
  • Berufsbildungszentren und -organisationen
  • Hochschulen
  • Institutionen des Bundes, der Länder oder Gemeinden
  • Forschungszentren und -einrichtungen
  • Gebietskörperschaften
  • Verbände
  • Nichtregierungsorganisationen.

Erwachsenenbildung = NA BIBB

Ziele im Bereich Mobilität

Erweiterung der praktischen Kompetenzen von Lehrkräften durch Auslandsaufenthalte um die Komponente der internationalen Erfahrung. Für administrativ beschäftigte Fachkräfte bieten sich Möglichkeiten, im konzeptionellen Bereich der Erwachsenenbildung von internationalen Partnern zu profitieren. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Professionalisierung der Weiterbildung sowohl im personalen Bereich als auch in der Organisationsentwicklung.

Zielgruppen

Beschäftigte in Planung und Vermittlung von Lehr- und Lernprozessen in der Erwachsenenbildung. Dies können haupt-, neben- oder freiberuflich Beschäftigte sein.

Ziele für Strategische Partnerschaften 

Transfer, Entwicklung und/oder Umsetzung von Innovationen und bewährten Verfahren in transnationalen Projekten. Dies kann auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer oder auf Organisationsebene stattfinden. 

Projekte können sektoral, d.h. innerhalb des Sektors Erwachsenenbildung – als auch sektorübergreifend sein, d.h. zwei oder mehrere Sektoren betreffend (z.B. berufliche Bildung, Erwachsenenbildung, Hochschule, Schule, Jugend).

Zielgruppen

Alle öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die im weitesten Sinn in der Erwachsenenbildung tätig sind: Bildungseinrichtungen, Volkshochschulen, Vereine, Verbände, Stiftungen, Hochschulen, Nichtregierungsorganisationen, etc.

Jugend in Aktion = NA Jugend für Europa

Ziele

Erlangen von wichtigen Schlüsselkompetenzen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung. Motivation junger Europäerinnen und Europäer, die Zukunft der EU mit zu gestalten. Solidarität und Toleranz über Grenzen hinweg schaffen und jungen Menschen das Gefühl einer aktiven europäischen Bürgerschaft vermitteln.

Zielgruppen

Alle jungen Menschen und Fachkräfte im Bereich der nicht formalen und informellen Bildung.

Sport = EACEA (zentrale Agentur in Brüssel)

Ziele

  • Grenzübergreifenden Bedrohungen gegen die Integrität des Sports begegnen.
  • Eine gute Governance bei Sport und paralleler Berufsausbildung von Leistungssportlern unterstützen und fördern.
  • Freiwillige Aktivitäten, soziale Inklusion und Chancengleichheit im Sport fördern.
  • Ein Bewusstsein für den gesundheitlichen Nutzen körperlicher Betätigung schaffen.
  • Eine höhere Beteiligung an sportlichen Aktivitäten erreichen.

Projekte im Bereich Sport sollen Maßnahmen unterstützen, die die Kapazität und Professionalität erhöhen, die Managementkompetenzen verbessern, die Qualität der EU-Projektumsetzung steigern und Beziehungen zwischen Organisationen im Sportbereich aufbauen.

Zielgruppen

Beispielsweise kann es sich dabei um folgende Einrichtungen handeln:

  • für den Sportbereich zuständige lokale, regionale oder nationale öffentliche Stellen,
  • Nationale Olympische Komitees oder nationale Sportverbände,
  • lokale, regionale, nationale, europäische oder internationale Sportorganisationen,
  • nationale Sportligen,
  • Sportvereine,
  • Organisationen oder Vereinigungen, die Sportler vertreten,
  • Organisationen oder Vereinigungen, die hauptamtlich Tätige und Freiwillige im Bereich des Sports (z. B. Trainer oder Manager) vertreten,
  • Organisationen, die die Initiative „Sport für alle“ vertreten,
  • Organisationen zur Förderung körperlicher Aktivität,
  • Organisationen für aktive Freizeitgestaltung.

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