Im dritten und vierten Quartal eines Jahres werden in vielen EU-Programmen verstärkt Aufrufe zur Einreichung von Projektanträgen für das Folgejahr (call for proposal) veröffentlicht. Dann geht es los:

  • Das Projektteam zur Antragsvorbereitung wird gebildet;
  • Das Projektkonzept wird besprochen und mit den Förderschwerpunkten des Aufrufs abgeglichen;
  • Partner werden akquiriert;
  • Informationen werden ausgetauscht;
  • Die Finanzierung bzw. Kofinanzierung wird geklärt;
  • Die Programmdokumente werden studiert;

… und dann kommen die vielen Fragen zum Antragsschreiben, die schon viele Organisationen davon abgehalten haben, EU-Fördermittel für Ihre Vorhaben zu beantragen:

  • Passt unsere Idee zum EU-Programm und zum aktuellen Aufruf?
  • Welche konkreten Ziele hat unser Projekt?
  • Welcher(n) Zielgruppe(n) nutzt das Projekt?
  • Welches sind förderwürdige Ergebnisse?
  • Wie sichern wir die wirkungsvollste Verbreitung der Projektergebnisse?
  • Wie sichern wir die nachhaltige Nutzung der Projektergebnisse?
  • Wie viele Projektpartner sind optimal für eine Chance auf Förderung?
  • Welche Partner aus welchen Ländern bilden das überzeugendste Projektkonsortium für unser Projektkonzept?
  • Wie stellen wir am besten die Rolle der Partner im Projekt dar?
  • Wie sichern wir ein erfolgreiches Projektmanagement?
  • Wie umfangreich muss der Arbeitsplan beschrieben sein?
  • Was ist Europäischer Mehrwert?
  • Wie verteilen wir die geplanten Ressourcen im Projekt?
  • Wie kalkulieren wir die Kosten im Projektbudget?
  • Wie sichern wir die Eigenleistungen für die Kofinanzierung? …

und so weiter…

Es gibt keine fertigen „Rezeptbücher“ zum Antragsschreiben

Es finden sich jedoch hilfreiche Informationsquellen und Antragshinweise auf den EU-Programmwebsites sowie Beratungsangebote von den zuständigen europäischen bzw. nationalen Stellen (NA, NKS, Projektträger u.a.) zur erfolgreichen Antragserarbeitung.

 

An dieser Stelle werden Beispiele aus den Bereichen Wissenschaft (HORIZONT 2020), Bildung (ERASMUS+) und Kultur (CREATIVE EUROPE) aufgezeigt.

HORIZONT 2020

Die Nationale Kontaktstellen (NKS) zum EU-Programm Horizont 2020 in Deutschland bieten konkrete informelle Unterstützung für die Entwicklung eines erfolgreichen Projektantrags an.

 

Zum Verständnis der Programmdokumente und ihrer antragsgerechten Interpretation bieten verfügbare Glossare (Begriffsklärungen) sowie Publikationen und Dokumente hilfreiche Unterstützung.

 

Eine weitere sehr hilfreiche Unterstützung in der Antragserarbeitungsphase bieten die FAQ-Seiten der EU-Programme (Frequently Asked Questions). Bevor Sie eine persönliche Beratung einfordern, nutzen Sie unbedingt diese Seiten, um eventuell dort bereits eine Antwort auf Ihre Antwort zu erlangen!

 

Eine wichtige Komponente der Antragsunterstützung sind direkte Gespräche mit Expertinnen und Experten zum EU-Forschungsrahmenprogramm HORIZONT 2020:

  1. Regionale Unterstützung finden Sie zumeist bereits bei den zuständigen Forschungsreferentinnen bzw. –referenten Ihrer Einrichtung (Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen).
  2. Nützlich ist in jedem Fall ein Gespräch mit Mitgliedern aus bereits positiv begutachteten Projektteams innerhalb bzw. außerhalb Ihrer Organisation.
  3. Hilfreich ist ebenso ein Gespräch mit Gutachtern im Vorfeld der Antragserarbeitung.
  4. Nationale Unterstützung finden Sie auch bei den thematisch für Ihr Projektkonzept zuständigen Nationalen Kontaktstellen in Deutschland (NKS).

 

 

Kontakt zur Antragsberatung

Randi Wallmichrath
DLR Projektträger, EU-Büro des BMBF

Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn

Tel.: 0228 3821-1647
E-mail: randi.wallmichrath@dlr.de

ERASMUS+

Zuständig für die Unterstützung von Projektorganisationen im Antragsverfahren in ERASMUS+ sind neben der EACEA (für zentrale Antragsverfahren) vor allem die entsprechenden verantwortlichen Nationalagenturen NA in den EU-Mitgliedstaaten bzw. den weiteren beteiligten Ländern.

 

Die zentrale Website der NA’s in DE bietet informelle Unterstützung mit Publikationen und Dokumenten zum EU-Programm ERASMUS+

 

Wesentliche Antragsunterstützung bieten die jeweiligen thematischen NA’s (hier z.B. der Bereich: Erwachsenenbildung)

 

Die Antragshinweise, -tipps und Beratungen werden hier bereits spezifiziert nach den einzelnen Fördermöglichkeiten (hier z.B. Strategische Partnerschaften in der Erwachsenenbildung)

 

Kontaktdaten zu formalen, technischen, finanziellen und vertraglichen Fragen:

Team „Administrative und finanzielle Projektbetreuung“

E-Mail: helpna@bibb.de

 

Hotline: 0228 107 – 1700

Mo | Di | Do | Fr 09:30 – 11:30 Uhr

Mo | Di | Mi | Do 13:00 – 15:00 Uhr

Kontaktdaten zu inhaltlichen Fragen:

Team „Erwachsenenbildung, Transparenz von Qualifikationen“

E-Mail: partnerschaften-erwachsenenbildung@bibb.de

 

Hotline: 0228 107 – 1300

Mo | Di | Do | Fr 09:30 bis 12:30 Uhr

 

Regelmäßig führen die NA Kontaktseminare durch, an denen potentielle Projektorganisationen teilnehmen können, um sich über die aktuellen Anforderungen der Aufrufe informieren und beraten zu lassen sowie europaweit Partner für ihre Projektanträge zu gewinnen.

Creative Europe – Programm Kultur

Auf der zentralen EU-Programmwebsite finden Antragsteller eine FAQ-Seite mit Informationen zu Antragsfragen.

 

Die zuständige zentrale europäische Agentur EACEA bietet konkrete Informationen zu den jeweiligen Aufrufen (hier z.B. zum Bereich Kooperationsprojekte im Bereich Kultur).

 

Wesentliche inhaltliche und technische Unterstützung in der Antragsvorbereitung geben vor allem die nationalen Kontaktstellen, wie hier Creative Europe Deutschland.

 

Der kostenfreie Service des CED umfasst folgende Leistungen:

  • Beantwortung Ihrer individuellen Fragen zur Kulturförderung der EU per E-Mail und Telefon.
  • Information rund um das Thema EU-Kulturförderung, insbesondere zu KREATIVES EUROPA KULTUR sowie zu anderen europäischen Kulturfördermöglichkeiten.
  • Beratung zu konkreten Projektvorhaben: Passt Ihre Idee zu KREATIVES EUROPA KULTUR oder in ein anderes EU-Programm? Wo müsste das Konzept ggf. weiterentwickelt werden?
  • Hilfe bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern
  • Beratung und Hilfe in allen Phasen der Antragstellung: Welche Formulare müssen eingereicht werden? Wie sind die Unterlagen auszufüllen? Was ist inhaltlich und formell zu beachten?
  • Antragscheck: Senden Sie uns gerne Ihre Projektbeschreibung und das Antragsformular, bevor Sie alles nach Brüssel schicken.
  • Hilfe bei der Suche nach Ko-Finanzierung für Ihr Projekt.
  • Newsletter mit Ausschreibungsterminen und weiteren Neuigkeiten zur europäischen Kulturförderung.
  • Recherche und Zusammenstellung von Informationen zu geförderten Projekten: Welche Projekte gibt es in Ihrem Bereich? Welche Kultureinrichtungen sind europäisch aktiv? Wie sieht die Praxis aus?
  • Expertisen für Bund und Länder sowie auf EU-Ebene.

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