Die Digitalisierung aller Lebensbereiche ist eine globale Entwicklung, der sich auch die EU und ihre Mitgliedsstaaten stellen müssen, um den Herausforderungen im weltweiten Wettbewerb gewachsen zu bleiben. Das betrifft nicht nur einzelne Bereiche des Lebens oder nur Unternehmen und Verwaltungen, sondern umfasst alle Bereiche der Gesellschaft bis hin zum einzelnen Bürger. Das Programm „Digitales Europa“ 2021 – 2027 soll die strategischen digitalen Kapazitäten in Europa entwickeln und stärken. Aktuell sind 9,2 Milliarden Eurofür das Programm im neuen EU-Haushalt vorgesehen.

Basis dieser Politik ist die Strategie für einen digitalen Binnenmarkt.

 

Die Schlüsselbereiche sind dabei:

Hochleistungsrechner (2,7 Mrd. Euro)

Die Mittel sind vorgesehen für Projekte zum Aufbau und zur Stärkung der Kapazitäten für Hochleistungsrechnen und Datenverarbeitung in Europa, die von zentraler Bedeutung für die Entwicklung in vielen Bereichen sind: angefangen von der Gesundheitsversorgung und erneuerbaren Energien bis hin zu Fahrzeug- und Cybersicherheit.

Mit dem Programm „Digitales Europa“ sollen bis 2022/2023 eine Hochleistungsrechen- und Dateninfrastruktur von Weltrang mit einer Leistungsfähigkeit im Exa-Bereich (eine Milliarde Millarden bzw. 1018 Rechenoperationen pro Sekunde) und bis 2026/2027 Anlagen im Nach-Exa-Bereich eingerichtet werden, sodass die EU über ihre eigene, unabhängige und wettbewerbsfähige Technologie verfügt und so Exzellenzniveau bei Anwendungen erreichen sowie die Verfügbarkeit und Nutzung des Hochleistungsrechnens ausbauen kann.

Basis der geplanten Vorhaben ist die Europäische Strategie für Supercomputer.

 

Künstliche Intelligenz (KI) (2,5 Mrd. Euro)

Die Mittel werden zur Verbreitung der künstlichen Intelligenz in der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft der EU eingesetzt. Basis der Planungen ist das

 

 

Ziel ist die Stärkung von Investitionen, um KI optimal zu nutzen, wobei die dadurch entstehenden sozio-ökonomischen Veränderungen berücksichtigt und ein entsprechender ethischer und rechtlicher Rahmen gewährleistet werden sollen. Das Programm „Digitales Europa“ wird Behörden und Unternehmen, insbesondere Kleinstunternehmen (KMU), einen besseren Zugang zu Erprobungs- und Versuchseinrichtungen für KI in den Mitgliedstaaten ermöglichen, während höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung im Rahmen des EU-Programms „Horizont Europa“ dafür sorgen, dass die EU ihre Führungsposition bei den wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen im Bereich der KI behaupten kann.

 

 

sorgen dafür, dass offene Plattformen, industrielle Datenräume, Fachwissen und Versuchsanlagen für KI allen oben genannten Anwenderbereichen zugänglich gemacht werden.

 

Cybersicherheit und Vertrauen (2 Mrd. Euro)

Diese Mittel werden eingesetzt, um die Sicherheit der digitalen Wirtschaft, der Gesellschaft und der Demokratien in der EU zu gewährleisten. Als wichtigste Aktivitäten sind geplant:

  • die Stärkung der Cyberabwehr und der Cybersicherheitsbranche der EU,
  • die Finanzierung modernster Cybersicherheitsausrüstung und –infrastruktur,
  • die Unterstützung des Aufbaus der dafür notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse.

Der Vorschlag basiert „Maßnahmen zur Cybersicherheit der EU“ auf und dem und dem EU-weiten Regelwerk für die Cybersicherheit.

 

Digitale Kompetenzen (700 Mio. Euro)

Die Mittel sollen sicherstellen, dass es heutigen und zukünftigen Arbeitskräften in Europa ungeachtet ihres europäischen Herkunftslandes leichtgemacht wird, fortgeschrittene digitale Kompetenzen durch lang- und kurzfristige Schulungen sowie Praktika am Arbeitsplatz zu erwerben. Beim Programm „Digitales Europa“ werden die digitalen Innovationszentren die KMU und Verwaltungen durch spezifische Programme dabei unterstützen, ihr Personal in den erforderlichen fortgeschrittenen Kompetenzen zu trainieren, um die neuen Möglichkeiten des Hochleistungsrechnens, der künstlichen Intelligenz und der Cybersicherheit anwenden zu können.

 

Breite Nutzung der digitalen Technik in der gesamten Wirtschaft und Gesellschaft (1,3 Mrd. Euro)

Mit diesen Mitteln soll der digitale Wandel bei Verwaltungen und öffentlichen Diensten sowie die EU-weite Vernetzung zwischen diesen Stellen erreicht werden. Unternehmen, insbesondere KMU sollen leichter Zugang zu digitalen Technologien, Ressourcen und Knowhow erhalten. Die digitalen Innovationszentren wirken als zentrale Anlaufstellen. Sie ermöglichen den Zugang zu technologischem Fachwissen, zu Versuchseinrichtungen und bieten Beratung zu Projekten des digitalen Wandels. Es wird ein Netz von digitalen Innovationszentren installiert, das die größtmögliche geografische Abdeckung im gesamten Europa sicherstellt. Digitale Innovationszentren sind heute eines der Schüsselelemente der Strategie zur Digitalisierung der europäischen Industrie.

Die Mittel für das Programm „Digitales Europa“ werden im EU-Haushalt im Kapitel „Binnenmarkt, Innovation und Digitales“ eingeplant. Zusätzliche Mittel im Umfang von 3 Mrd. Euro sollen aus der Fazilität „Connecting Europe“ für Projekte im Bereich der digitalen Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden. Damit soll erreicht werden, dass insbesondere Bereiche mit hoher sozioökonomischer Bedeutung, wie z.B. Schulen, Krankenhäuser, Verkehrsknotenpunkte, öffentliche Dienste, Unternehmen bis 2025 Zugang zu Hochleistungs-Breitbandverbindungen haben.

Forschungs- und Innovationsinitiativen werden zusätzlich im Rahmen des EU-Programms „Horizont Europa“ gefördert.

 

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