Immer wieder hört man in der europäischen Bevölkerung Aussagen, wie: „die Eurokraten in Brüssel wissen doch gar nicht, was wir denken“, „die sitzen da in Brüssel so weit weg von der Realität“, „die in Brüssel kümmern sich doch nicht um unsere Sorgen“…

Ganz bestimmt gibt es noch vieles an der Entscheidungs- und Verwaltungsstruktur der EU zu verbessern, erst recht in den aktuell stürmischen EU-Zeiten. Um so wichtiger ist es, dass die Ideen und Gedanken der mündigen EU-Bürger Eingang finden in die europapolitische Arbeit, in die gesetzlichen Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse, deren Folgen im Leben der EU-Bevölkerung direkt spürbar sind.

Für die direkte demokratische Einflussnahme gibt es neben der Wahl der Abgeordneten der Parteien ins Europaparlament noch viele weitere Möglichkeiten, gerade jetzt im Zeitalter der Nutzung moderner Medien. Eine konkrete Möglichkeit bietet der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR).

Die Mitglieder des AdR sind von den Bürgern direkt gewählte Regional- und Kommunalvertreter aus allen europäischen Regionen. Sie nehmen Einfluss auf die Gestaltung von EU-Rechtsvorschriften mit Auswirkungen auf die europäischen Städte und Regionen.

Video zur Erklärung der Arbeit des AdR (in ENG)

Der AdR unterstützt im Rahmen der Initiative „Reflecting on Europe – Nachdenken über die Gegenwart und Zukunft Europas“ lokale Dialog-Veranstaltungen mit mindestens 50 Teilnehmenden unter Beteiligung eines AdR-Mitglieds. Diese agieren als „EU-Botschafter vor Ort“ gemeinsam mit Initiatoren in Städten, Gemeinden, Regionen und ihren nationalen verbänden, Netzwerken und Vertretungen anderer EU-Institutionen in den EU-Mitgliedsstaaten.

Die lokalen Veranstaltungen sollen folgende Ziele verfolgen:

  • Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, insbesondere junger Menschen, an einem Dialog über EU-Themen, bei dem die Interessen und Erwartungen der europäischen Städte und Regionen geäußert werden können;
  • Beitrag zur Legislativtätigkeit des AdR mittels vor Ort organisierter Debatten über geplante EU-Rechtsvorschriften und deren mögliche Auswirkungen auf die Städte und Regionen;
  • Förderung des Austauschs von Fachwissen und bewährten Verfahren zwischen den Städten und Regionen;
  • Stärkung der Zusammenarbeit mit anderen EU-Institutionen, insbesondere nationalen Büros der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, und mit den „Europe Direct“-Informationszentren.

Folgende Arten von Veranstaltungen können beantragt und durchgeführt werden:

  • Bürgerdialoge: eine offene Debatte mit den Bürgern, insbesondere mit jungen Menschen, über die politische Agenda der EU und die Zukunft Europas;
  • Dialog mit Interessenträgern: ein partizipatives Veranstaltungsformat, um mit lokalen und regionalen Akteuren die Vor- und Nachbereitung von AdR-Stellungnahmen zu erörtern und somit einen direkten Beitrag zur beratenden Tätigkeit des AdR zu leisten;
  • Konferenzen/Seminare: Austausch von Wissen und bewährten Verfahren zwischen den Städten und Regionen in der EU in Bezug auf EU-Maßnahmen und deren regionale Auswirkungen.

Folgende Voraussetzungen müssen für eine europäische AdR-Förderung erfüllt sein:

  • Teilnahme eines oder mehrerer AdR-Mitglieder als Redner;
  • Offenes und partizipatives Veranstaltungsformat;
  • Verbindung zu den politischen Prioritäten des AdR und seinem jährlichen Kommunikationsplan;
  • Partnerschaft mit anderen EU-Institutionen und deren nationalen Büros (Informationsbüros des Europäischen Parlaments, Vertretungen der Europäischen Kommission in den Mitgliedstaaten, Europe-Direct-Informationszentren und/oder europäische und nationale Verbände und Netze der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften).

Antragsteller können sein:

  • AdR-Mitglieder und ihre lokalen und regionalen Gebietskörperschaften;
  • Regionen, Provinzen (Gemeinden) und Städte der EU;
  • Nationale Verbände, die regionale und lokale Interessen vertreten.

Was wird gefördert?

  • Kosten für die Moderation;
  • Dolmetschertätigkeit (max. 3 Sprachen);
  • Medien- und Kommunikationsdienste;
  • Erstattung der Reise- und Unterbringungskosten für AdR-Mitglieder.

Die Dialogveranstaltungen können im Zeitraum vom 22. Mai bis 09. Juni und auch vom 16. Oktober bis zum 16. November 2017 durchgeführt werden. Der Antrag zur Förderung einer Veranstaltung muss mindestens 3 Monate vor dem gewählten Termin online eingereicht werden.

 

Kontakt:

Direktion Kommunikation
Referat Veranstaltungen

Europäischer Ausschuss der Regionen

Rue Belliard/Belliardstraat 99-101
B-1040 Brüssel

E-Mail: eulocal@cor.europa.eu
Twitter: #EUlocal

 

Informations-Video „Let’s go local together! – European Committee oft he regions

In 2016 haben bereits erfolgreiche Veranstaltungen mit Mitgliedern der AdR und EU-Bürgern in FR, AT, EE und BG stattgefunden.

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