Auf Initiative der EU-Kommission wurde am 20. Juni 2016 „A NEW SKILLS AGENDA FOR EUROPE“ zur Abstimmung mit dem Europäischen Parlament, dem Europäischen Rat, dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) sowie dem Ausschuss der Regionen (AdR) vorgestellt.

Weitere Informationen zur New Skills Agenda for Europe:

 

Wesentliches Ziel ist die europäische Zusammenarbeit zur Stärkung des Arbeitskräftepotentials (human capital), der Arbeitsfähigkeit (employability) und der Wettbewerbsfähigkeit (competitivesness).

Die sich schnell verändernden Bedingungen globaler Wirtschaftsprozesse stellen die europäischen Bürger vor ständig neue Herausforderungen, um entsprechende Fähigkeiten und Fertigkeiten (skills) zu erlangen, die ihre Kompetenzen stärken und ihnen damit Zugang zu qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen eröffnen. Die Struktur und Art der Arbeitsplätze in Europa ist mehr und mehr ausgerichtet auf Innovationsbereitschaft und globale Wettbewerbsfähigkeit. Dafür ist es erforderlich, moderne und innovative Methoden sowie Formen der Vermittlung entsprechend notwendiger persönlicher und beruflicher Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und umzusetzen.

Die aktuelle Situation zeigt viele Lücken auf:

 

  • 70 Millionen Europäer besitzen ungenügende Fähigkeiten in Lesen und Schreiben;
  • zugleich haben 40% der Arbeitgeber der EU Schwierigkeiten, Arbeitskräfte mit den notwendigen Fertigkeiten und Fähigkeiten für ihre innovativen Arbeitsplätze zu finden;
  • Bildungsanbieter, Unternehmer und Lernende haben unterschiedliche Sichtweisen auf die Art und Weise der bedarfsgerechten Qualifikation für die Bedürfnisse des aktuellen Arbeitsmarktes;
  • Zu wenige Personen haben unternehmerische Fähigkeiten und Fertigkeiten, um ein eigenes Unternehmen erfolgreich zu gründen.

Auch wenn sich europaweit sowohl Arbeitsmarkt und Bildungssysteme national und regional noch teilweise unterschiedlichen Herausforderungen stellen müssen, haben sie wesentliche gemeinsame Probleme zu lösen:

 

  • Die Definition und Entwicklung moderner Fertigkeiten und Fähigkeiten (skills) ist essenziell für die Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt im Zusammenhang mit den Erfordernissen von Flexibilität und Sicherung von Arbeitsplätzen für Arbeitssuchende, Arbeitende und Arbeitgeber.
  • Unzureichende skills am Arbeitsmarkt hindern die Mitgliedsstaaten, sich mit hoher Produktivität und Wachstum aus den Wirtschaftskrisen zu befreien.
  • Die digitale Transformation vieler wirtschaftlicher Prozesse erfordert eine entsprechend innovative Gestaltung der Qualifikation von Arbeitskräften.
  • Die demografische Entwicklung am europäischen Arbeitsmarkt erfordert eine stärkere Einbeziehung und wachsende Produktivität von Arbeitskräften. 60% der akademischen Abschlüsse werden derzeit von Frauen erworben, was sich jedoch noch nicht im Anteil am Arbeitsmarkt widerspiegelt. Ebenso gibt es noch unzureichende Chancen und Möglichkeiten durch inklusive Arbeitsplätze für die Entwicklung und Nutzung der vielfältigen Talente unterschiedlicher Gruppen der Bevölkerung. Das schließt auch die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland ein sowie die bessere Nutzung der Potenziale der Migranten.
  • Den Mitgliedstaaten mangelt es an einer engen Verknüpfung zwischen den Bildungsstrukturen, den Wirtschafts- und Sozialstrukturen.
  • Unzureichende Entlohnung insbesondere auch in der Berufsausbildung (VET) sind ein Faktor, warum diese berufliche Karriere jungen innovativen und kreativen Personen nicht attraktiv genug ist.
  • Menschen erlangen eine Vielzahl persönlicher und beruflicher skills außerhalb formaler Lernprozesse und sind finden deshalb häufig keine offizielle Anerkennung.

Im Zusammenhang mit diesen Problemen sind systematische Reformen in der Aus- und Weiterbildung erforderlich, gekoppelt an innovative Investitionen in die Arbeitskräfteentwicklung sowohl aus staatlichen als auch privaten Quellen.

In diesem Sinne haben:

 

 

eine gemeinsame Initiative gestartet, um europaweit innovative und kreative Projekte zur Gestaltung moderner Lösungen zur Entwicklung von skills voran zu bringen.

WIE GEHT DAS?

Bis zum 16.09.2016 füllen Sie als potentieller Antragsteller (Leadpartner) eine Projektidee aus für mögliche Projektanträge innerhalb folgender EU-Programme in 2017, die das Thema: skills development behandeln:

  • ERASMUS+ (KA2 Strategische Partnerschaften);
  • ERASMUS+ (KA3 Politische Reformen);
  • Horizont 2020 (Wissenschaftliche Bildung ausserhalb des Klassenzimmers bzw. andere Aufrufe zu adäquaten Themen;

 

Link zur Aufforderung zur Einreichung von Projektideen

Prioritäre Aktionsbereiche sind:

  • Bessere Qualität und Relevanz der skills;
  • Assessment-Instrumente für Kompetenzen;
  • Effektive und innovative Lehre und Assessment;
  • Offene und innovative Methoden und pädagogische Methoden in der digitalen Ära;
  • Berufliche Entwicklung von Lehrern, Trainern, Aus- und Weiterbildnern;
  • Sichtbarkeit und Vergleichbarkeit von skills und Qualifikationen;
  • Validierung und Anerkennung von informellen und non-formalen Lernergebnissen;
  • Zugang zu Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung, inklusive für gering-qualifizierte Arbeitskräfte;
  • Soziale Einbindung …. und weitere.

Link zum Ausfüllen des Antrags:

 

Bis Ende September 2016 wird durch die oben genannten Partner eine Auswahl aus den Projektideen getroffen. Anschließend werden die ausgewählten Projektideen an potentielle Partner verbreitet, um gemeinsam mit europäischen Partnern ein passendes Projektkonsortium für einen erfolgversprechenden Projektantrag in einem der oben genannten Aufrufe in 2017 bilden zu können. Diese können sich zum entsprechenden Projekt bis zum 21.10.2016 anmelden zur Teilnahme am Partnerworkshop am 08./09.12.2016 in Brüssel. Die finale e-Bestätigung der Teilnahme erfolgt in der letzten Woche im Oktober 2016.

Good luck!!! Viel Erfolg!!!

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