In den letzten Jahrzehnten hat sich der Charakter der Arbeit dramatisch verändert. Wesentliche Einflussfaktoren dafür sind:

  • die Globalisierung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse;
  • die demografische Entwicklung, insbesondere in Deutschland und Europa;
  • die Digitalisierung technischer und technologischer Abläufe.

 

Zwei Drittel der Arbeitswelt wird schon heute von der Digitalisierung beeinflusst. Die Herausforderung an Wirtschaft und Gesellschaft besteht darin, die Digitalisierung konstruktiv und innovativ sowohl für die Stärkung der Produktivität als auch für die Qualität der Arbeitswelt einzusetzen. Dafür sind Arbeitsforschung, Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung gefragt, um soziale Lösungen insbesondere mit dem Mittelstand in Deutschland zu entwickeln, zu überprüfen und einzusetzen. Der Mittelstand ist die tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Etwa 16 Millionen Menschen sind im Mittelstand in Deutschland beschäftigt, rund 83% der Ausbildungsplätze werden hier bereitgehalten. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands ist eng verbunden mit zukunftsfähigen mittelständischen Unternehmen.

Das ESF-Bundesprogramm des BMBF „Zukunft der Arbeit: Mittelstand – innovativ und sozial“ fördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE-Vorhaben) zur Stärkung des Innovationspotentials von KMU durch die Nutzung des digitalen Wandels im Bereich der Arbeitsgestaltung und –organisation.

 

Die geförderten Projekte sollen von konkreten betrieblichen Anwendungsbeispielen ausgehen, durch anwendungsorientierte wissenschaftliche Arbeit begleitet werden, um als best practice übertragbar und verallgemeinerbar für die nachhaltige Nutzung zu sein.

Unterstützt werden Verbundprojekte (KMU, FuE-Einrichtungen, relevante Akteure) zu den neun Handlungsfeldern des BMBF-Programms „Zukunft der Arbeit“:

  • soziale Innovationen durch neue Arbeitsprozesse ermöglichen,
  • neue Arbeitsformen im Kontext von Globalisierung und Regionalisierung erforschen,
  • Arbeiten im Datennetz – digitale Arbeitswelt gestalten,
  • Kompetenzen im Arbeitsprozess entwickeln,
  • neue Werte zwischen Produktion und Dienstleistung kreieren,
  • Mensch-Maschine-Interaktion für das neue digitale Miteinander,
  • Potenziale der Flexibilisierung für Beschäftigte und Unternehmen erschließen,
  • Gesundheit durch Prävention fördern,
  • Zukunft der Arbeit durch Nachhaltigkeit sichern – ökonomisch, ökologisch, sozial.

 

Zusätzlich wird ein Wissenschaftliches Projekt gefördert, welches die Ergebnisse der Verbundprojekte in einen übergreifenden gesellschaftlichen Rahmen stellt und mit wissenschaftlichen Konzepten der Arbeitsforschung und Arbeitsgestaltung verbindet. Dieses Projekt verknüpft Forschung, Monitoring, Analyse, Auswirkung und Transfer.

 

Antragsberechtigte sind:

  • KMU (nach EU-Definition) mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in DE;
  • Mittelständische Unternehmen mit Sitz, Betriebsstätte oder Niederlassung in DE, wenn sie einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Größe von bis zu 1.000 Mitarbeitern und einen Jahresumsatz bis zu 100 Mio. € nicht überschreiten;
  • Kammern, Verbände, staatliche und nichtstaatliche Universitäten und Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

Die Beteiligung mindestens eines mittelständischen Unternehmens als Verbundpartner ist Fördervoraussetzung. Die maximale Laufzeit eines Projekts ist 3 Jahre. Die Förderquote für KMU liegt bei 50% Zuschuss zu den Gesamtkosten, für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen bis zu 100% der anteiligen Leistungen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig:

 

  1. Stufe: Einreichung einer Projektskizze
    Mögliche Termine: 01. Februar 2017 und 01. September 2017
  2. Stufe: Einreichung eines förmlichen Förderantrags nach positiver Bewertung der Projektskizze.

Die Projektskizze erfordert folgende Gliederung:

  • State of the art (Stand der Technik und Forschung), Bedarf und Motivation bei den Unternehmen und den Verbundpartnern (inklusive FuE-Bedarf);
  • Zielsetzung und Neuheitsgrad der Projektidee sowie der zu erwartende Erkenntnisgewinn;
  • Konzept zur modellhaften Umsetzung des Lösungsansatzes im Unternehmen während und nach der Projektlaufzeit; Darstellung der geplanten FuE-Leistungen sowie des Lösungsweges;
  • Schätzung der Aufwendungen (insbesondere Personalaufwand),
  • Nutzendarstellung und nachhaltige Verwertung der Ergebnisse durch die beteiligten Gruppen, insbesondere KMU, Wirtschaft, Fachverbände, Wissenschaft, Bildung, Gesellschaft;
  • Kooperationspartner und Arbeitsteilung im Projekt.

 

Zur Erstellung von Projektskizzen und förmlichen Förderanträgen ist die Nutzung des elektronischen Antragssystems „easy-Online“ erforderlich.

 

Für das formale Verfahren ist im Auftrag des BMBF folgender Projektträger verantwortlich:

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Karlsruher Institut für Technologie

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

Kontakt:

Herr Peter Schneider
Telefon +49 721/6 08-2 90 70
E-Mail: peter.schneider@kit.edu

 

Zusätzliches Material zum Thema: Zukunft der Arbeit

 

 

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